“Dieses Schreiben ist maschinell erstellt…” – neuer Beitrag in betrifft Justiz 3/2017

„Dieses Schreiben ist maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig…“

Die eAkte kommt – heißt es nun auch Abschied nehmen von alten Gewohnheiten?

Unter diesem Titel ist im Heft März 2017 von “betrifft Justiz” ein neuer Beitrag erschienen (S. 22 ff.):

“Viel wird bereits über die elektronische Gerichtsakte geschrieben, einige Wenige benutzen sie bereits, Berichte über sie füllen Tagungs- und Fortbildungsprogramme sowie Fachzeitschriften – zwischen Euphorie und Weltuntergangsszenario ist klar: Die eAkte soll die tradierte Papierakte ablösen und gleichzeitig ein ähnlich komfortables Arbeiten ermöglichen. Letzteres wird oft bezweifelt, weil es an der gewohnten Haptik fehle und eine Ermüdung der Augen zu befürchten sei. Einigkeit besteht, dass die eAkte Mehrwerte bringen soll und – das scheint fast ein Zauberwort zu sein – sie „ergonomisch“ wird. Egal, ob man diese elektronische Akte mit Justizfachverfahren nutzt, die sie heute schon ermöglichen, bspw. EUREKA-Fach oder Winsolvenz, oder, ob man auf ihre zweckmäßige Umsetzung in den „neuen“ Entwicklungsverbünden, dem e2-Verbund, der Plattform eIP oder der „E-Akte als Service“, hofft[1]: Es wäre unrealistisch zu meinen, dass sich die Arbeit durch diese eAkte nicht ändern wird. Unabhängig von der Art und Güte der technischen und organisatorischen Umsetzung[2], wird die Einführung der eAkte auch bedeuten, von bisherigen Gewohnheiten Abschied zu nehmen. Damit niemand behaupten kann, nicht vorgewarnt gewesen zu sein, seien im Folgenden – schlaglichtartig – einige Aspekte näher beleuchtet……….”

 

Neues Buch zum Thema Ejustice

 

Dr. Henning Müller
Richter am Hessischen Landessozialgericht
eJustice – Praxishandbuch
– 2. Auflage
Ein Kompendium zum beA, EGVP und zur eAkte für Rechtsanwälte, Behörden und Gerichte
Zum Buch

2. Auflage des beliebten eJustice-Praxishandbuchs unter Berücksichtigung der Rechtslage zum 1. Januar 2018, der ergangenen Rechtsprechung bis Mai 2017 und der aktuellen Verordnungsentwürfe.
Der Arbeitsplatz des Juristen ist im Wandel. Der Arbeitsalltag wird digitalisiert und papierärmer. Diesen Prozess nennt man für die allgemeine Verwaltung “eGovernment”. Für die Justiz hat sich der Begriff “eJustice” etabliert.
Dessen rechtliche Grundlagen führten lange in den Prozessordnungen einen Dornröschenschlaf. Das “eJustice-Gesetz” weckt nun aber die Praktiker auf – nicht wenige erstmalig und gegen ihren Willen. In den Jahren 2017 bis 2022 werden die wesentlichen Meilensteine dieser größten Umwälzung des juristischen Arbeitsplatzes seit der Erfindung der elektrischen Schreibmaschine und des Rechtsverkehrs seit dem Telefax beschritten. Insbesondere die Veränderungen zum 1. Januar 2018 werden Gerichte und Rechtsanwaltskanzleien zu Organisationsveränderungen zwingen.
Dieses Handbuch aus der Praxis für die Praxis soll Rechtsanwälte, Behörden und Gerichte auf Fallstricke im eJustice-Prozess hinweisen, praktische Beispiele, Tipps und Checklisten liefern, um die veränderte Kommunikation fehler- und haftungsfrei zu meistern und den Blick schärfen, um die Grundlagen der neuen Techniken zu verstehen – ohne dabei ein Techniker sein zu müssen -, das neue Prozessrecht zu beherrschen und die eigene Organisation hierauf anzupassen. Grundlage hierfür sind die bereits gesammelten praktischen Erfahrungen des Autors mit dem elektronischen Rechtsverkehr via EGVP und beA, sowie mit elektronischen (Doppel-)Akten.

 

Buchempfehlung

 

Buch ein Rahmenwerk für den elektonischen Rechtsverkehr Dr. Ralf Geis
Präsident des Verwaltungsgerichts Koblenz
Ein Rahmenwerk für den elektronischen Rechtsverkehr
Zugleich ein Beitrag zur Modernisierung gerichtlicher Verfahren dargestellt am Beispiel der Verwaltungsgerichtsbarkeit Rheinland-Pfalz
Zum Buch

Klappentext:
Die zunehmende digitale Verflechtung aller Lebensbereiche stellt auch die Justiz vor neue Herausforderungen. Sie muss sich in die Informationsketten der Informationsgesellschaft eingliedern. Dieser Eingliederungsprozess wird rechtlich und tatsächlich betrachtet. Dafür wird ein ganzheitliches Rahmenwerk mit Gestaltungs- und Analysedimensionen für den elektronischen Rechtsverkehr erarbeitet. Anhand des Beispiels der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Rheinland-Pfalz wird zugleich ein Beitrag zur Modernisierung gerichtlicher Verfahren geleistet.